Sportwelt
Diário Carioca
TRAUER UM EINE LEGENDE

Basketball-Idol Oscar Schmidt mit 68 Jahren in São Paulo verstorben

Brasiliens größtes Basketball-Idol und Olympia-Rekordtorschütze, die ewige Nummer 14, verstarb diesen Freitag nach einem Herz-Atem-Stillstand.
© oscarschmidt14/Instagram

Die Sportwelt trauert um eine ihrer charismatischsten Persönlichkeiten. Oscar Schmidt, weltweit bekannt als „Mão Santa“ (Heilige Hand), verstarb am Freitag (17.) im Alter von 68 Jahren in Santana do Parnaíba bei São Paulo. Laut einer offiziellen Mitteilung der örtlichen Behörden erlitt der ehemalige Ausnahmeathlet in seinem Haus einen Herz-Atem-Stillstand und wurde im städtischen Krankenhaus Santa Ana (HMSA) für tot erklärt.

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Seit 2011 kämpfte Oscar gegen einen Gehirntumor und begegnete der Krankheit mit derselben Entschlossenheit, die er auf dem Spielfeld zeigte. Sein Tod ereignete sich nur neun Tage nach seiner Aufnahme in die Hall of Fame des Brasilianischen Olympischen Komitees (COB) – eine Zeremonie, bei der er aufgrund einer kürzlichen Operation von seinem Sohn Felipe Schmidt vertreten wurde.

Ein Riese des Weltbasketballs

Der 1958 in Natal geborene Oscar Daniel Bezerra Schmidt machte Basketball in Brasilien zu einer nationalen Leidenschaft. Mit 49.737 Karrierepunkten war er jahrzehntelang der weltweit erfolgreichste Punktesammler, eine Marke, die erst 2024 von LeBron James übertroffen wurde.

Seine Loyalität zur brasilianischen Nationalmannschaft ist legendär: Zweimal lehnte der Flügelspieler Angebote aus der NBA ab – in den 80er und 90er Jahren –, da die damaligen Regeln ihn daran gehindert hätten, weiterhin für sein Heimatland aufzulaufen. Der Höhepunkt seiner Karriere war die historische Goldmedaille bei den Panamerikanischen Spielen 1987 in Indianapolis, wo er Brasilien zum Sieg über die USA führte.

Rekorde und Hall of Fame

Oscar ist der einzige Basketballer, der die Marke von 1.000 Punkten bei Olympischen Spielen überschritten hat (insgesamt 1.093 Punkte in fünf aufeinanderfolgenden Teilnahmen zwischen 1980 und 1996). Seine Bedeutung wurde weltweit durch die Aufnahme in die FIBA Hall of Fame sowie die Naismith Memorial Basketball Hall of Fame in Springfield gewürdigt.

Die Beisetzung findet im privaten Rahmen für Familie und enge Freunde statt. Oscar hinterlässt seine Ehefrau Maria Cristina Victorino, mit der er seit 1981 verheiratet war, sowie zwei Kinder, Felipe und Stephanie. Das Erbe der ewigen Nummer 14 bleibt als größtes Beispiel für Hingabe und Liebe zur brasilianischen Flagge in der Sportgeschichte bestehen.

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